Valbert
In alten Überlieferungen und Urkunden wird Valbert unter verschiedenen Namen geführt:
Wallebrecht, Valbricht, Fahlbrecht, Vallebert und Vahlbert.
Die erste bekannte urkundliche Erwähnung fand im Jahre 1077
im Zusammenhang mit dem Kloster Grafschaft (Schmallenberg) statt,
als damals der Kölner Erzbischof Arno II die Privilegien und Besitzungen des Klosters bestimmte.
Sie war eine Gründung der Kölner Erzbischöfe und stand auf dem heutigen Denkmalsplatz.
Durch die Lage Valberts, direkt an der Grenze zu den Kurkölnischen
und das hessischdarmstädtische Herzogtum Westfalen,
kam es des öfteren zu Streitigkeiten, die an Brisanz noch dadurch gewannen,
dass es kurkölnischen Besitz auf dem Gebiet der Mark und auch umgekehrt gab.
Da diese Streitigkeiten oft auf dem Rücken der Bauern ausgetragen wurden,
schlossen diese sich zu einer Schützengilde zusammen, und unterstützten die Grafen von der Mark, welche als Dank dafür den Valbertern das freie Fischerei- und Jagdrecht zugestanden.
Die Tradition der Valberter Schützen hat sich bis heute gehalten,
und findet im Schützenfest seinen jährlichen Höhepunkt.
Im 12.Jahrhundert begann in Valbert bereits der Bergwerksbetrieb
während der Beginn der heimischen Industrie in den Tälern,
mit Osemund-, Stabeisen- und Stahlhämmern erst im 16.Jahrhundert begann,
aber nach kurzer Zeit wegen schlechter Verkehrs-verhältnisse wieder eingingen.
In den folgenden Jahrhunderten wurde Valbert von den Kriegswirren immer wieder durchgeschüttelt und in allen Kriegen brachten die Valberter ihre Opfer.
Davon legt die Germania auf dem Denkmalsplatz ein beredtes Zeugnis ab.
Auch Brände und Pest suchten die Valberter heim, aber durch ihren Fleiß, Sparsamkeit und Zähigkeit brachte die Bevölkerung es immer wieder zu einem gewissen Wohlstand.
Das historische Valberter Wappen

Quelle: Wikipedia.de